24 Again!
Ja, so fühle ich mich aktuell. Ist ja auch nicht so, dass ich viel älter wäre ;) Neues Jahr. Ändert nichts – es ist ein ganz normaler Montag: Belastungswoche aber Entlastungstag mit heute nur 3.6km Schwimmen und Krafttraining. Zeit zum Schreiben war in den letzten Wochen (zu) wenig oder die Finger waren nach Rad- oder Laufeinheiten (zu) kalt zum Tippen. Wenig Zeit zum Schreiben hat was Gutes: Bedeutet nämlich, dass ich fit bin und voll im Training bin. War um diese Jahreszeit nicht immer so! Gleichzeitig standen und stehen gerade einige neue Projekte an rund um Coaching und Beratung – was hier und da natürlich auch Zeit nimmt aber ich gerne in die Kategorie „positiver Stress“ stecke. Fokus auf das, was keiner gerne macht. Mit mehr Fokus. 2023 in Kürze 2023 war ein Jahr, wie ich mehrfach erwähnt hatte, bei dem ich ganz, ganz lang nie auch nur ansatzweise in meinen Grenzbereichen trainieren konnte oder „wollte“. Mein Fokus war darauf gelegt, kontinuierliches Training abspulen zu können OHNE mich zu verletzen. Wenn das im Vordergrund steht, ist klar, dass es zu keinen wundersamen Leistungssprüngen reichen wird. Wenn ich mir die Zahlen von heute vor einem Jahr anschaue (Rückkehr nach Muskelfaserriss und einer orthopädisch gesehen desaströsen Saison
On & off season
Hallo und auf Wiedersehen, Off Season! Seit Cervia war es teilweise ruhig, teilweise unruhig. Kurz nach dem nicht beendeten Ironman hatte ich mich beim München Marathon angemeldet, da ich meine Laufform noch einmal zeigen wollte dieses Jahr und da mich meine Laufschuhe aus dem Wechselbeutel irgendwie anschauten, als ob sie bereit für 42 Kilometer wären. Was die Wochen bis zum 8. Oktober gar nicht so einfach war: Motivation hochhalten. Der Marathon war mir unwichtig. Gleichzeitig wusste ich, dass ich – spätestens an der Startlinie – das Gefühl haben würde: „Ich muss hier eine ordentliche Zeit laufen!“. So begann ich noch in Italien mit ein paar Laufeinheiten, um die Beine in Schwung zu halten und machte damit zu Hause weiter. Es war eine Mischung aus „Die Luft ist raus“ (Ich hatte definitiv keine Motivation mehr für einen Lauf, der länger war als 60 Minuten) und „Da geht was“ (Ich war aufgrund von Schwimm- und Radpause so ausgeruht, dass ich 6x1000 in 3.05-3.10 auf der Laufbahn gelaufen bin und nicht mal gemerkt habe, dass es hart war). Dann kam, was bei uns eigentlich nie da ist: Krankheit. Frau und Kind krank, ziemlich sogar. Bei mir: Krank nicht, aber als ich Laufen war, ging mein Puls durch die Decke…
Emotionale Tangentiale – DNF Ironman Cervia
Fünf Langdistanzen in den letzten Jahren, zwei davon dieses Jahr. Alle fünf ins Ziel gebracht – mit dem ein oder anderen Problem, welches eine angepeilte Zeit vermasselten. Das diese Serie irgendwann reißen würde, war mir klar. Ich war jedoch davon ausgegangen, dass die Serie in Cervia so reißt, dass ich das Rennen mit einer guten Zeit beende und happy in die Off-Season gehen würde. Die Serie ist gerissen, aber anders. Mein erstes „DNF“ (did not finish, für alle die es noch nicht wussten. Nicht beendet, für alle die kein Englisch können) und das nach bereits 70km Fahrrad. Eine unfassbar schwere Entscheidung während dem Rennen. Wie schon bei Klagenfurt und auch Glücksburg berichtet, geistert so ein Gedanken ja immer mal kurz im Kopf – und das wahrscheinlich auch bei fast jedem Athleten. Für mich galt / gilt immer: DNF ist keine Option, außer wenn es um Verletzungen oder um nicht behebbare technische Pannen geht oder wenn ich aus welchem Grund auch immer in den Bereich von über 10 Stunden käme (Dann wäre mir einfach der Impact eines Marathons zu viel für diese Zeit). Ansonsten quäle ich mich auch ins Ziel und nehme eine Zeit von 9.15, 9.30h und habe zumindest am nächsten Tag schwere
Ostseeman – Besser spät als nie
Besser spät als nie. Gilt für mein „out of the water”, gilt für die Tatsache, dass ich den Rennmodus doch noch irgendwann für ein paar Stunden gefunden hatte und gilt für den Blog – der später kommt, als angekündigt. Der Ostseeman, die Deutsche Meisterschaft auf der Langdistanz über 3.8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42.2km Laufen, war mein geplantes A-Rennen für die Saison. Eine Langdistanz, bei der ich mir aus mehreren Gründen Chancen ausgerechnet hatte, vorne mitspielen zu können. Vorbereitung bis Mitte Juli sehr gut Das Training lief gut, sehr gut sogar. Ich hatte ja geplant, dass ich in Klagenfurt noch vorsichtig beim Aufbau sein würde und nur verhältnismäßig wenig in die Intensitäten und langen Laufeinheiten gehen würde. Grundsätzlich wollte ich alles dem Aufbau für den Ostseeman unterordnen und vor allem kein Risiko gehen, was Verletzungen angeht nach dem Chaos in 2022. Deshalb war ich mir vor Klagenfurt bewusst über meinen Stand der Fitness und wollte hier dementsprechend in den Wochen zwischen den beiden Wettkämpfen anknüpfen und weiter Richtung Topform arbeiten. Es lief extrem gut, spezifisch konnte ich noch nie so gut auf eine Langdistanz trainieren. Besonders das Laufvolumen war top, die langen Läufe – teils davon dann am Ende im IM Tempo – stimmten mich