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„Nehmen Sie paar Ibuprofen, aber trainieren müssen Sie weiter. Sie können ja keine Pause machen! Also aus rein ärztlicher Sicht schon, aber bei Ihnen ist das was anderes… reduzieren Sie vielleicht die Intensität ein wenig. Aber denken Sie unbedingt an die Ibuprofen!“(Aussage eines Arztes, Tag 1 nach meiner Diagnose „Sehnenansatzentzündung am Schambein“) Wo liegt der Fehler? Es sind mehrere. Es ist nicht ansatzweise eine klare Aussage, die ein Sportler (bzw jeder Patient) – speziell zwei Wochen vor einem Wettkampf – benötigen würde.Es ist verantwortungslos einem Sportler das Training mit Ibuprofen zu empfehlen.Es ist unvernünftig nicht zur dringenden Pause zu raten, bei einer Verletzung, wo im schlimmsten Fall die Sehne reisen oder sogar der Knochen betroffen werden könnte.Eine Aussage betreffend Trainingssteuerung sollte nur dann getroffen werden, wenn man auch weiß, wie viel und wie intensiv trainiert wird.Anstelle zu Schmerzmitteln zu greifen, sollte über die Ursache des Problems nachgedacht werden. Der Fehler, sozusagen der Hauptfehler, liegt aber am System. Wir bekämpfen Symptome, keine Ursachen. Ich könnte jetzt wieder in die Welt der Herzkrankheiten in Verbindung mit Ernährung abtauchen… aber das hat heute keinen Platz. Warum schreibe ich das alles? Einfach weiterlesen. ;) Startnummer 36 – vielleicht nur aufgeschoben Das Rennen abzusagen war die einzig richtige Entscheidung. Mit einer

Um es kurz zu machen: Es gibt heute doch keinen Blog über Details aus der Trainingsvorbereitung vor Riccione, da der Wettkampf dort leider ohne mich laufen wird. Die letzten Wochen waren mental definitiv härter als körperlich: Jeden Tag mit Schmerzen aufstehen und abwarten, wie denn der Tag so laufen könnte. Mit Schmerzen nach dem Training ins Bett und hoffen, dass es irgendwie am nächsten Tag geht. Das ganze mal bisschen besser, mal deutlich schlechter. Mal hab ich den Schmerz einfach gekonnt ignoriert („Die 3… 2 Wochen halte ich jetzt auch noch durch“), mal war es so, dass eine Einheit ein wenig verkürzt oder einfach „anders“ ausgefallen ist, als geplant. Mein Orthopäde war diese Woche wieder greifbar (er hatte passenderweise Urlaub) und so durfte ich nach meiner Schwimmeinheit am Dienstag kurzfristig vorbeischauen.Die schnelle Feststellung im Ultraschall, dass etwas nicht in Ordnung ist wurde im MRT (etwas anders gemacht als vor ein paar Wochen) bestätigt: Diagnose Schambeinentzündung, beziehungsweise ein Sehnenansatz der in die Adduktoren verläuft und einer der in die schräge Bauchmuskulatur verläuft ist entzündet und ein wenig eingerissen. Die Entscheidung, ob Wettkampf oder nicht, wurde mir überlassen. Es würde wohl gehen, doch die die Regenerationszeit würde sich natürlich dementsprechend verlängern, zumal ja der Wettkampf

Mein Trainingpeaks Account sagt "27 Tage noch bis zum Race Day". Das ich so etwas noch einmal lesen würde! So langsam aber sicher glaube ich es wirklich, dass im Mai in Italien ein Wettkampf stattfindet und plötzlich erscheint – trotz aller Vorfreude – lustigerweise die Zeit bis zum Start wieder als knapp, obwohl doch die Vorbereitungszeit länger als genug gewesen sein sollte. Der März lief vom Trainingspensum her seit meiner kurzen „down Phase“ wirklich gut und nach der kurzen Pause purzelten meine persönlichen Rekorde in allen Disziplinen und ich spürte, wie es einen Schub gab, der in Hinblick auf das Rennen wirklich gutgetan hat. Besonders bei den Lauf-Intervallen war die Entwicklung enorm; Wo ich im November noch mit einer Pace von 3.40 min/km herumgeschlichen bin, laufen die Kilometer-Intervalle in 3.13, 3.14, 3.15 min mittlerweile auf einem ganz anderen Niveau. Auch die Koppeleinheiten (Laufen direkt nach Radfahren) die für die Wettkampfvorbereitung so wichtig sind, liefen meist nach Plan und sehr gut. All das macht(e) sehr viel Vorfreude auf die Mitteldistanz (1.9km Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21 Kilometer Laufen) in Riccione. Foto by Dirko-Photography Kein Fortschritt ohne kleinen Rückschlag Das Training im März lief also gut. Bis zum 31. des Monats. Es war tatsächlich das erste Mal seit Beginn der

Wieder bin ich in einer Erholungswoche angekommen und nutze die Zeit und Luft für ein paar Zeilen, um ein Update zu geben. Vor ein paar Wochen, hatte ich ein paar Worte über meine Rennplanung verloren. Einen Tag später wurden die Rennen abgesagt oder verschoben. Vielleicht sollte ich einfach nichts sagen, sondern einfach dann da sein, wenn es soweit ist. ;) Laufen im Kreis. Schneller als je zuvor mittlerweile. Es wird ;)Foto by Dirko-Photography Ein Tropfen zu viel Es ist manchmal sehr lustig, wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die zugegeben oft nicht sehr tief in der Thematik Triathlon oder Leistungssport stecken. Verwandte, Freunde, ehemalige Arbeitskollegen… und so weiter. Da gibt es die, die schlagen vor, ein Urlaub in Kenia wäre doch perfekt für mich, da ich ja vormittags am Strand joggen (alleine der Begriff zeigt die Fachkompetenz) und nachmittags im Meer schwimmen könnte. Da gibt es Leute, die sich alle Wochen einmal melden und jede noch so kurze Konversation auf ein „Na, wann treffen wir uns mal wieder?“ rausläuft, wobei hier kein Treffen zum Rote-Beete-Saft trinken gemeint ist. Dann gibt es die, teils aus der engsten Familie, die behaupten, jeder meiner Tage sei wie ein Wochenende, wie ein Rentnerleben (bitte um Verzeihung an alle beschäftigten Rentner