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Es gibt Tage, da wache ich auf mit dem Gefühl: „Das wird meine letzte Saison.“ Ich erzähle das eigentlich nicht vielen, weil das eine gewisse Unsicherheit ausstrahlen könnte. Letztlich hängen so ca. 40 % meines Überlebens auch am Coaching, und wie schon häufig erwähnt, hängen David der Sportler und David der Coach in den Augen mancher Menschen sehr eng zusammen. Manchmal bin ich aber auch auf die jeweiligen Reaktionen gespannt und erzähle es dann. So wie hier: Wenn du das jetzt liest, denkst du dir vielleicht: Hä, sagte er nicht, er ist gut drauf, der Kerl? Genau! Und genau deshalb habe ich diesen Gedanken! Wenn ich eine Verletzung habe, dann sehe ich das Potenzial. Wenn du X Wochen nur eingeschränkt trainieren kannst, dann ist der Gedanke vor, während und nach dem Rennen: „Da wäre normalerweise so viel mehr drin!“ Wenn du super drauf bist, dann ist der Spielraum für die großen Fantasien kleiner. Die Analyse dafür umso schärfer. So auch nach meinem Saisonstart in Peniscola. Meine Erwartungen waren ja – wie letzte Woche geschrieben – nicht sonderlich hoch. Ich wollte ein ordentliches Rennen machen. Ist mir das gelungen? Hier ein Blick in meinen Kopf. PRE Der Plan war, Freitag und Samstag die letzten Einheiten vor Ort zu machen. Ansonsten

Hallo again! Kennst du das Gefühl, wenn du im Flugzeug sitzt und so vertieft am Arbeiten bist, dass du gar nicht mitbekommst, dass es auf die Landung zugeht – und dir dann der Laptop fast schon aus der Hand gerissen wird, weil jetzt wirklich gelandet wird? So ungefähr fühlte sich meine Vorbereitung an. Den Wettkampf in Peñíscola nie wirklich im Blick, maximal ein Auge drauf. Ziel ist Klagenfurt – dieser Sonntag wird aber ein erster Test, was aktuell möglich ist. Und: natürlich 100 % ernst genommen. Das wichtigste Rennen ist immer das nächste! Es ist also Raceweek. Die von außen oft als „langweilig“ betrachtete Zeit im Triathlon ist für mich vorbei – und das so früh im Jahr wie noch nie zuvor. Wenn du die letzten Wochen mit mir zu tun hattest, weißt du: Ich bin sehr gut drauf. Hervorragend, tatsächlich. Die Vorbereitung lief gut, körperlich gab es bis auf ein bisschen Trouble mit der Wirbelsäule nahezu keine Probleme. Ich habe seit April 2025 sehr solide trainieren können – mit ein paar wenigen üblichen Kleinigkeiten, die dazugehören. Dieser Wettkampf kommt nun vielleicht sogar einen Tick zu spät. Timing ist bekanntlich nicht das Einfachste. Ich musste schon im Trainingslager im März gegensteuern, um nicht zu früh bei

Zwischen Profi-Anspruch, Coaching-Verantwortung und der Frage, wie viel wirklich geht Wenn du im Vertrieb eine Spaßfahrt mit Kunden machst, dann – so hat es mir mein damaliger Chef vor Jahren erklärt – musst du der Erste beim Frühstück sein, der Letzte an der Hotelbar, der mit der besten Laune rund um die Uhr und immer verfügbar. So ähnlich ist das im Trainingslager auch. Nur freiwilliger – und ohne Sixpack von der Tanke. Dafür anderswo. Grundsätzlich geht es mir dabei ähnlich wie früher in meinem letzten halbwegs seriösen Job (und das ist mittlerweile echt lange, lange her! Man könnte meinen, ich werde alt ;) ): Der Erste beim Warm-up bzw. im Pool, Coaching am Beckenrand – mit guter Laune und gleichzeitig der nötigen Ernsthaftigkeit. Tagsüber mit dem größten Trainingspensum, abends präsent beim Essen und mit bester Stimmung in Gesprächen für den nächsten Tag. Änderungswünsche werden brav bis 23:30 bearbeitet. Um 5:35 klingelt der Wecker. Der Pool wartet. Den Pool mit stets eigener Bahn 30 Seknden vor der Haustür zu haben ist ein Traum. Dazu draußen, immer mit top Temperatur (außer am Tag 1 nach dem Sturm). Insgesamt war ich 56 Kilometer schwimmen in der Zeit. Perfekte Bedinungen im Hoposa Villaconcha. Klingt anstrengend – ist es auch.

„Weltcup-Abfahrtsläufe machen eam a bisserl müd, weu er is abgebrüht. Wenn eam dabei irgendwas erregt, dann nur, wenn's einen ordentlich zerlegt. Ein Sturz bei 120 km/h entlockt ihm ein erfreutes ‚Hoppala‘. Und liegt ein Körper regungslos im Schnee, schmeckt erst so richtig der Kaffee.“ Na, Text erkannt? Ich bin weder ein Stamm-Olympia-Zuschauer noch Experte im alpinen Skisport. Ich habe auch noch nie bewusst ein Rennen von Lindsey Vonn angeschaut und bin generell kein großer Wintersport-Fan – aus vielen Gründen. Zum Beispiel mag ich die Kälte nicht. Ich besitze genau eine Winterjacke, die gleiche seit 2017, und versuche ansonsten mit einem originellen Schichten-System und Jogginghosen durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Aber was da am ersten Olympia Samstag passiert ist, hat mich dezent aufgeregt. Und ich bin nicht der Erste, der so etwas sagt – aber besser spät als nie. Da verletzt sich – wie viele sagen – die beste Ski-Rennfahrerin aller Zeiten ein paar Tage vor Olympia schwer. Kreuzband gerissen, Bone Bruise unter anderem. Zum Kreuzband kann ich nichts sagen, aber ein Knochenödem tut so höllisch weh, dass es wirklich nicht schön ist. Und nun ist Olympia. Und sie sagt selbstbewusst, dass sie starten wird. Erster Aufschrei unter vielen Couch-Experten: Ohne Kreuzband geht das nicht! Leute, es