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Zwischen Profi-Anspruch, Coaching-Verantwortung und der Frage, wie viel wirklich geht Wenn du im Vertrieb eine Spaßfahrt mit Kunden machst, dann – so hat es mir mein damaliger Chef vor Jahren erklärt – musst du der Erste beim Frühstück sein, der Letzte an der Hotelbar, der mit der besten Laune rund um die Uhr und immer verfügbar. So ähnlich ist das im Trainingslager auch. Nur freiwilliger – und ohne Sixpack von der Tanke. Dafür anderswo. Grundsätzlich geht es mir dabei ähnlich wie früher in meinem letzten halbwegs seriösen Job (und das ist mittlerweile echt lange, lange her! Man könnte meinen, ich werde alt ;) ): Der Erste beim Warm-up bzw. im Pool, Coaching am Beckenrand – mit guter Laune und gleichzeitig der nötigen Ernsthaftigkeit. Tagsüber mit dem größten Trainingspensum, abends präsent beim Essen und mit bester Stimmung in Gesprächen für den nächsten Tag. Änderungswünsche werden brav bis 23:30 bearbeitet. Um 5:35 klingelt der Wecker. Der Pool wartet. Den Pool mit stets eigener Bahn 30 Seknden vor der Haustür zu haben ist ein Traum. Dazu draußen, immer mit top Temperatur (außer am Tag 1 nach dem Sturm). Insgesamt war ich 56 Kilometer schwimmen in der Zeit. Perfekte Bedinungen im Hoposa Villaconcha. Klingt anstrengend – ist es auch.

„Weltcup-Abfahrtsläufe machen eam a bisserl müd, weu er is abgebrüht. Wenn eam dabei irgendwas erregt, dann nur, wenn's einen ordentlich zerlegt. Ein Sturz bei 120 km/h entlockt ihm ein erfreutes ‚Hoppala‘. Und liegt ein Körper regungslos im Schnee, schmeckt erst so richtig der Kaffee.“ Na, Text erkannt? Ich bin weder ein Stamm-Olympia-Zuschauer noch Experte im alpinen Skisport. Ich habe auch noch nie bewusst ein Rennen von Lindsey Vonn angeschaut und bin generell kein großer Wintersport-Fan – aus vielen Gründen. Zum Beispiel mag ich die Kälte nicht. Ich besitze genau eine Winterjacke, die gleiche seit 2017, und versuche ansonsten mit einem originellen Schichten-System und Jogginghosen durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Aber was da am ersten Olympia Samstag passiert ist, hat mich dezent aufgeregt. Und ich bin nicht der Erste, der so etwas sagt – aber besser spät als nie. Da verletzt sich – wie viele sagen – die beste Ski-Rennfahrerin aller Zeiten ein paar Tage vor Olympia schwer. Kreuzband gerissen, Bone Bruise unter anderem. Zum Kreuzband kann ich nichts sagen, aber ein Knochenödem tut so höllisch weh, dass es wirklich nicht schön ist. Und nun ist Olympia. Und sie sagt selbstbewusst, dass sie starten wird. Erster Aufschrei unter vielen Couch-Experten: Ohne Kreuzband geht das nicht! Leute, es

Da bin ich wieder. 2026 – und immer noch da. Du auch? Freut mich! Kurze Pause statt Drama Es ist Ende Januar und ich mache mal wieder eine kurze Trainingspause. Erkältung. Schuld? Ich ganz alleine. Wenn du viel Stress hast und ständig zwischen mehreren Welten hin- und herschalten musst, dann darfst du dir bei dem Trainingspensum, das ich diese Woche hatte, keine Fehler erlauben. Am Mittwoch gab es drei Trainingseinheiten. Die letzte war eine Vo2max-Session auf dem Rad – also richtig hart. Normalerweise läuft das so: runter vom Rad, sofort Kohlenhydrate und Protein, direkt danach unter die Dusche, anschließend eine kohlenhydratreiche Mahlzeit. Bei mir kamen Kind und Hund ein wenig in die Quere. Und da ich auch nur Mensch bin und kein emotionsloser Norweger, zog sich der Prozess etwas länger als geplant. Ergebnis: Ruhepuls von verrückten 47, HRV von traurigen 34 am nächsten Morgen, laufende Nase und dieses Gefühl von „aaah, da kommt was“. Dementsprechend: zwei, drei Tage kein Training. Kein großes Problem. Ich war gut im Rhythmus, gut unterwegs und gehe davon aus, nächste Woche wieder normal trainieren zu können. Aber was ist eigentlich „normal“? Die Wahrheit ist: Seit meinem Wiedereinstieg ins Training im Dezember hatte ich keine einzige Woche, die zu 100 % nach Plan lief. Corona machte den Einstieg in

Off Season. Endlich! (Warum endlich? Dazu gleich mehr.) Ausschlafen. In Ruhe Espresso genießen und in den Tag hineinleben. Nichts tun. Bisschen am Handy daddeln. Wunderbar! Und jetzt nochmal mit mehr Realität: 06:30 aufstehen. Gegen 08:00 zum Kindergarten. Heute anschließend eine kleine Runde schwimmen. Zweites Frühstück, Espresso, Laptop. Heute: Blog schreiben (sonst: genug anderes zu tun). Die volle Ladung Prophylaxe aus Nasen- und Rachensprey, bevor es wieder in den Kindergarten geht. Dann Mittagessen machen und am Nachmittag meistens irgendwelche Termine mit Athleten oder denen, die es werden wollen. Nach dem Abendessen noch ein, zwei Stunden arbeiten. Wer 330 Tage zu viel trainiert, muss in 30 Tagen ziemlich viel nacharbeiten. Klingt gar nicht sooo nach Urlaub, wie es in meiner Vorstellung vor zwei Wochen war. Aber es ist sehr viel ruhiger als sonst. Ich versuche viele Familen-To-Do`s zu erledigen, für die sonst keine Zeit ist. Und für GETactive ist sehr viel in der Planung, was es auch gilt, in die Wege zu leiten oder direkt umzusetzen. Ist anders, macht aber alles auch mal Spaß! Auf die Off Season habe ich mich tatsächlich sehr, sehr gefreut dieses Jahr! Untypisch, aber das Training vor Barcelona war zäh und die Kita Keime habe es nicht besser gemacht. So kämpfte ich nicht gegen Zeiten