Die „Road To Recovery“ nimmt Fahrt auf


Kleine Tour vor dem Frühstück.

Es mag egoistisch klingen, aber als die Neuigkeiten auf meinem Handy erschienen, dass der Ironman Frankfurt dieses Jahr nun überhaupt nicht stattfinden würde, habe ich für einen kurzen Moment gedacht, dass das nicht so verkehrt ist. Mit der ganzen Corona Situation war es (vor meiner Verletzung) realistisch gesehen der einzige Ironman, den ich noch im Visier hatte, insofern er Ende September stattgefunden hätte.
Hätte, hätte…. Farradkette…
Natürlich tut es mir leid für alle, die einen Startplatz hatten und bis zuletzt gehofft hatte, der Wettkampf würde stattfinden.

Recovery In Process

Meine Genesung geht gut voran. Am Montag war ich noch einmal in der Klink in Donauwörth zum CT und hatte bei der anschließenden Besprechung das Gefühl, dass es schon ein klein wenig besser aussieht, als erwartet. Das ist gut und wahrscheinlich zahlen sich die zwei Wochen doch aus, in denen ich so wenig Belastung wie nur irgendwie möglich zugelassen habe.
In knapp zwei Wochen gibt es noch einmal eine Kontrolle im MRT – mal sehen wie es sich bis dahin entwickelt.
Ich weiß, dass ich bei den Ärzten in Donauwörth in den besten Händen bin und das hilft mir sehr!

Sehr positiv ist, dass ich mich seit dieser Woche im Alltag wieder größtenteils schmerzfrei bewegen kann und die Zeiten, wo das morgendliche Aufstehen, Treppensteigen und in der Küche stehen zur unschönen Herausforderung wurden, vorbei sind.
Noch schöner ist, dass ich wieder Schwimmen gehen kann und auf dem Rennrad sitzen darf. Im Wasser merke ich den Rücken, wenn ich links zu stark ziehe, aber dennoch schon deutlich besser als nichts. Gleiches gilt für das Radfahren: Es ist anstrengend. Sehr sogar. Denn der Blick ist eigentlich permanent auf den Garmin um zu überprüfen, dass ich nicht zu viel Watt trete. Ich kann mich nicht erinnern, das kleine Kettenblatt jemals so häufig genutzt zu haben, wie diese Woche. Aber auch hier gilt: Deutlich besser als nichts – nur ca. 30km, nur eine Stunde aber die Bewegung war bitter nötig!
Wahnsinn zu sehen, wie schnell mühsam aufgebaute Muskulatur verschwindet in wenigen Wochen. Bis ich wieder ein gutes Workout dafür hinlegen kann, wird es noch ein bisschen dauern.
Auch das Laufen muss warten. Ende Juli / Anfang August werde ich die ersten Versuche auf dem Laufband unternehmen können.


Langsam(er) und nur für eine Stunde.
Aber trotzdem ein gutes Gefühl wieder „on the road“ zu sein.

Blutwerte – GoVegan!

Ich habe vor einigen Monaten ja über meine Zusammenarbeit mit Lucas Reents in Sachen Ernährung gesprochen. Kurz vor meiner Diagnose, nach einer dreiwöchigen Belastungsphase, stand noch ein ausgiebiger Bluttest an mit Werten, die Informationen über meine körperliche Verfassung, Entwicklung der Ausdauer und Regeneration, Stress und natürlich auch der generellen Gesundheit geben sollte. Wir haben hier Werte analysiert, die weit über ein großes Blutbild hinausgehen.
Methymlmalonsäure und Superoxid-Dismutase zum Beispiel. Schon mal davor gehört? Ich auch nicht!
Interessant war das Ergebnis: Wie überall, nicht alles perfekt und es gibt Optimierungsbedarf (wohl auch den drei harten Trainingswochen davor geschuldet) aber, die Werte der allgemeinen Gesundheit sind deutlich besser als je zuvor und als beim Durchschnitt. Auch zeigte sich deutlich, dass sich mein Proteinhaushalt (DAS Thema schlechthin, wenn man jemanden erzählt, man sei Veganer und mache Sport) über dem benötigten befindent und das obwohl ich nur sporadisch und nach sehr intensiven Trainingstagen zu einem Recovery Shake greife und sonst meinen Bedarf über die normale Nahrung decke.
Für mich hat es wieder einmal klar gestellt: Stark pflanzenbasierte (oder, wie in meinem Fall komplett pflanzliche) Ernährung ist der beste Weg, sich so zu ernähren, dass die Gesundheit langfristig passt und der Körper optimal läuft.
Auch während meiner zweiwöchigen Bewegungspause, in der ich am Anfang die Bedenken hatte, deutlich an Gewicht zuzunehmen (was auch geschah) hat sich wieder bestätigt, wie einfach machbar das Gewichtsmanagement mit pflanzlicher Ernährung ist.
Ich werde also auch heute oder morgen nicht zum (Tönnies)-Fleisch greifen. Auch nicht mit Handschuhen.

GETactive

Wie schon letztens angekündigt, habe ich die überflüssige Zeit versucht bestmöglich zu füllen. Unser Projekt GETactive war seit über einem halben Jahr in Planung und wird jetzt aktiv werden. Die Website geht in 16 Tagen online und bei Instagram und Facebook sind wir schon fleißig.
Ich bin gespannt, wie sich die Sache gestaltet.
Wenn mein Training wieder voll anläuft weiß ich, dass wenig Zeit für individuelles Coaching oder Beratung sein wird, weshalb ich mir hier ein Limit setzen werde. Qualität geht über Quantität – ganz eindeutig!


Wir sind online! Bald auch auf unserer Website.

Wenn ich mich das nächste Mal melde, ist schon über die Hälfte meiner Auszeit geschafft – ich hoffe, es geht weiterhin so gut voran, wie in den letzten Tagen!

Bis bald & sportliche Grüße,
David


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