I-S-G! (2/2)

Das Ergebnis


Das hab sogar ich gesehen, dass da etwas gebrochen ist.

Es scheint so, dass ich meinen Körper doch besser kenne, als es viele der Fachleute eingestehen wollten.
Um es kurz zu machen: Das MRT zeigte eine ISG Fraktur an, wie ich es geahnt hatte. Klar war es unwahrscheinlich und man sollte nie zu viel an „Dr. Google“ glauben – schließlich hat man sonst nicht nur eine Fraktur, sondern gleich auch noch einen Tumor, ungleich lange Beine, Beckenschiefstand und – logisch – Corona.
Ärzte und alle diejenigen, die ich unmittelbar nach dem Befund informierte, waren mehr verwundert, vielleicht sogar geschockt, als ich es war. Ich hatte mich, wie schon erwähnt, mental darauf vorbereitet. Zu sehr haben sich die Schmerzen nach „Bruch“ angefühlt.
Ich lag von gestern auf heute (schon wieder eine Parallele zu einem Langstreckenflug) fast die ganze Nacht wach und befasste mich mit den Varianten – natürlich auch mit diesem nun eingetroffenen Worst Case Szenario.


Ein gemeiner Ausblick gestern Abend: Normalerweise sind das „meine“ Hügel fürs Radfahren!

Die Ursache

Warum das ganze? Wie kam es dazu? Knapp 1500km bin ich bisher dieses Jahr gelaufen – die meisten davon absolut ohne Probleme. Gleiches gilt für Schwimm- und Radeinheiten. Dennoch ist als Grund „Ermüdung“ bzw. ein zu hohes Trainingsvolumen nicht auszuschließen. Glücklicherweise gibt es noch zahlreiche andere Gründe – wir werden der Sache noch auf den Grund gehen.
Wenn ich ehrlich bin, muss ich es gar nicht unbedingt zu 100% wissen warum. Mir ist nun wichtig, wie es weitergeht (nicht „ob“ im übrigen).

Und nun?

Es geht weiter, ganz klar. Zu viel habe ich in das Projekt Triathlonprofi schon investiert, zu viel Unterstützung habe ich bekommen, zu sehr will ich es ganz einfach auch und zu gut lief das Training dieses Jahr, mal ausgenommen von den letzten drei Wochen.
Die nächsten sechs Wochen werden hart. Ich kann es mir noch nicht vorstellen, wie es sich anfühlen wird, mindestens 40 Tage Pause vom Laufen zu haben.
Lockere Radfahrten und Schwimmen mit Pullbuoy wird (sehr bald) möglich sein. Hier geht es weniger darum, die Fitness oder Form aufrecht zu erhalten, sondern viel mehr darum, dass ich auch für den Kopf was tue.
Nach den 6 Wochen wird es dann – insofern ich das grüne Licht von den Ärzten bekomme – langsam wieder mit dem Lauftraining losgehen.
Eines ist mir seit heute klar: Die Saison 2020 ist für mich gelaufen. Selbst bis zum Ironman 70.3 auf Mallorca Ende Oktober wird es unrealistisch sein, dass ich eine gute Form haben werde.
Ich schaue auf das Jahr 2021 und werde da sein. Besser als heute.

Motivations-Montag?

Es gibt genug zu tun für die nächsten Monate. Klar, wenn mich heute jemand fragt, ist es ausnahmsweise mal schwer, Motivation für irgendetwas zu finden. Der Gang zum Hausarzt und zur Physio – viel mehr wird heute nicht passieren.
Aber unsere Coaching-Marke „Get-Active“ soll endlich startklar werden – darum kann ich mich nun intensiver kümmern.
Außerdem werde ich mich damit befassen, wo ich Ende diesen Jahres ein qualitatives Trainingslager machen kann, so dass ich nächstes Jahr voll wieder da bin.
Genügend Topsportler haben es vorgemacht und sind nach einer (schweren) Verletzung zurückgekommen, teilweise stärker zurückgekommen als zuvor.
Und – der letzte Triathlet, den ich mit dieser Verletzung in Verbindung gebracht habe, wurde relativ genau ein Jahr später in bester Verfassung aller Zeiten Weltmeister auf Hawaii.

So, schon ist also die Motivation irgendwie doch wieder da.
Heute Abend gibt es trotzdem mal ein gutes Glas Rotwein – besser als Schmerzmittel.
Nicht zu vergessen: Großer Dank an alle beteiligten in der Klinik Donauwörth – super nette Leute!
Und danke an alle, die mir gestern und heute geschrieben haben und irgendwie mal daran gedacht haben – sowas bedeutet dann echt viel in solchen Momenten!


Emmy hat sich gefreut – auch wenn es vorerst keinen Lauf zusammen gibt.

Bis bald wieder – bleibt gesünder und sportlicher als ich!
David.

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