I-S-G? (1/2)

ISG – könnte stehen für „Ist (meine) Saison Gelaufen?“. Bedeutet aber eigentlich Iliosakralgelenk. Ich gebe zu, ich habe vor 4 Wochen nicht wirklich gewusst, dass es so etwas gibt oder was es für eine Funktion hat. Es ist ein relativ starres Gelenk, neben dem Steißbein, welches nur minimal beweglich ist. Die Kräfte, die zwischen Oberkörper und Beinen entstehen, werden eben durch dieses ISG geleitet.
Eigentlich wollte ich in meinem nächsten Blog ja etwas über meine Partner und Sponsoren schreiben, die mich in dieser Saison unterstützen – das wird nachgeholt. Zuerst zu der Situation, in der ich mich aktuell befinde:


Ein Lichtblick zwischendurch – Laufen, wenn auch nur kurz, langsam und unter Schmerzen.

Seit Drei Wochen nur Stop & Go und mit viel Schmerzen

Als ich vor 3 Wochen nach einem kleinen Ausrutscher beim Neoprenanzug ausziehen zum ersten Mal die Schmerzen bekommen hatte, dachte ich an nichts Großes. Bei der Physiotherapie das Thema angesprochen, dementsprechend dagegen versucht zu behandeln und noch mit Kinesio-Tape verpackt – läuft wieder! Dachte ich zumindest.
Die Schmerzen wurden nicht weniger, sondern schlimmer. Nach einer Woche nahezu ohne Laufen und Schwimmen, mit dem Wettkampfdatum 2. August langsam aber vor Augen, beschloss ich zumindest mit langsameren und kurzen Läufen wieder ins Lauftraining einzusteigen. Ohne Ibuprofen (ich weiß, dass das nicht gut ist auf Dauer und nicht zu empfehlen!) war das nicht möglich, aber Bewegung sollte bei einer möglichen ISG Blockade besser sein, als auf der Couch zu liegen.
Die Woche war dann ein Auf und Ab und kurzzeitig hatte ich tatsächlich mal das Gefühl, es würde langsam besser werden. Ein Irrglaube. Nicht nur nach dem Laufen, auch im Alltag war es irgendwie nicht mehr möglich, einigermaßen schmerzfrei zu gehen.
Ich hatte viel Hoffnung in den Besuch bei einem Osteopathen gelegt – leider blieb auch hier bislang ein Erfolgserlebnis aus.
Jeder Sportler – wahrscheinlich sogar selbst der Dartspieler – ist Schmerzen bis zu einem gewissen Grad gewöhnt, teilweise ist es ja auch mal ein gutes Zeichen, so dass man weiß, man hat etwas getan – vielleicht einen neuen Reiz gesetzt.
Unterscheiden kann und muss man jedoch zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Schmerz.
Ein Beispiel: Wenn man nach 30km laufen gegen Ende die Beine merkt, ist das völlig normal und wenn man am Abend halbtot ins Bett fällt und am nächsten Morgen noch etwas schwerfällig ist, dann passt das.
Wenn man aber nach 2 Kilometern einen Schmerz im Rücken hat, als ob einen jemand ein Messer rein rammt und dieses dann fröhlich hin und her bewegt, dann ist das kein guter Schmerz, sondern bedenklich. Aber auch hier denkt man natürlich erst mal, dass sich dieser wieder geben wird und es sich eher um eine Prellung, Stauchung oder ähnliches handelt. Mindestens genauso unangenehm dabei wie der eigentliche Schmerz ist die Ungewissheit, dass man in dem Moment nicht weiß, ob man eventuell mehr kaputt macht, oder ob man über den Schmerzpunkt hinweg trainieren kann, „weil es ja eh wehtut“.

Eine Lösung, ein Ergebniss muss her! Notfall? Für mich absolut!


Room with a view.

Heute Morgen hatte ich dann kurzfristig entschlossen – nachdem ich überhaupt nicht mehr auftreten konnte und der Schmerzlevel mal wieder bei guten 9 von 10 war – in die Notaufnahme zu fahren um eine mögliche (Stress-) Fraktur ausschließen (oder eben diagnostizieren) zu lassen.
Das Röntgenbild hatte – wie schon vermutet – nicht wirklich Aufschluss geben können.
Genaueres wird es morgen geben, wenn es dann ins MRT geht – dafür nehme ich eine Nacht im Klinikum gerne in Kauf, auch wenn der Sonntag eigentlich ganz anders geplant war.
Annalena hat mich mit Essen versorgt (so viel, das man meinen könnte, ich soll ruhig eine ganze Woche hier bleiben) da es veganes Essen (was ist das nochmal?) nicht gibt. Ein bisschen wie im Flugzeug, nur mit mehr Beinfreiheit.


Genug Kuchen für den Nachmittag 🙂

Wie geht es weiter?

Morgen werde ich also ein großes Stück weiter sein und hoffentlich wissen, wie und ob es für mich weitergeht. Ich bin gedanklich auf mehrere Eventualitäten vorbereitet – auch auf die, dass meine Saison vielleicht hier endet und ich mich gedanklich bereits mit 2021 befassen kann und muss.
Der nächste Wettkampf Anfang August scheint mir irgendwie momentan unrealstisch.
Ich hoffe, dass es einfach nur eine Kleinigkeit ist. Wie ein kleiner Hund der nur bellt anstatt zu beißen. Kann ich mir gerade zwar nicht ganz vorstellen, aber in diesem Fall lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Fortsetzung folgt. Wahrscheinlich morgen.

Bis dahin, gesund und sportlich bleiben!
David.

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