2020 – Zeit Für Die Zweite Halbzeit


Es lief wieder im April…
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Ich habe recht erwartungsvoll auf den 30. April hingefiebert, da es der Tag war, an dem Ironman einige Neuigkeiten bezüglich Rennverschiebungen verkünden wollte.
Immerin, ein paar Updates gab es.

Neuigkeiten im Mai

Aber zuerst: Ich habe tatsächlich gehört und gelesen, dass ab jetzt der Abstand von Autofahrern beim Überholen von Fahrradfahrern (außerorts) zwei Meter betragen muss!
Also mal ehrlich, wir freuen uns oft schon über 20 cm, aber zwei Meter!? Luxus pur, wenn auch sehr fantasievoll.
Ich möchte da mal kurz drauf eingehen, da es mich im April des öfteren mal wieder hier und da einfach fast erwischt hat.
Mit dem normalen Rennrad nehme ich generell schon sehr oft und regelmäßig die Radwege, wenn diese länger sind als ein ein paar Meter und es sich quasi „lohnt“, die Kante zu fahren und vielleicht sogar die Straßenseite zu wechseln. Es kommt da auch nicht immer auf jede Sekunde drauf an…
Mit dem Zeitfahrrad ist das so eine Sache. Generell fährt man auf der gerade Strecke kontinuierlich über 40 km/h, liegt relativ statisch auf dem Aerolenker und hat somit weniger Möglichkeiten, schnell zu bremsen oder zu reagieren. Gleichzeitig geht es bei den Runden auf so einem Rad auch nicht um die Erholung, Aussicht oder darum, möglichst modische Bräunungsstreifen zu bekommen, sondern nur ums Training.
Teilweise muss man auch auf diesen Ausfahrten den Radweg nutzen, klar. Aber es macht einfach sehr wenig Sinn (und Spaß) damit.
Als ich letztens mit dem Speedmax auf dem Radweg unterwegs war, eine Familie durch ein lautes „Achtung“ aufmerksam gemacht habe und zum schlangenlinienförmigen Überholen ansetzte, bekam ich von der Mutter (anm. der Red.) doch tatsächlich ein „eine Klingel wäre nicht schlecht!“ hinterhergerufen. Eh, ja. Eine Klingel. An einem Zeitfahrrad. Sicher! Bestell ich gleich – am besten in Aero-Ausführung aus Carbon!
Mal ehrlich, das wäre das gleiche, wenn die gute Frau sich ein Scheibenrad an ihr 27kg Damenrad montieren würde, um windschnittig zu sein.
Ab dem Zeitpunkt war mir auf jeden Fall für den Tag klar: Fahr auf der Straße, so viel es geht.
Und da kommt dann eben wieder das andere (echte und gefährliche) Problem: Der Autofahrer. Mal völlig egal, ob Rennrad oder Zeitfahrrad und ob eben gerade gerechtfertigt oder ob da ein super breiter und freier Radweg ist. Der Mensch der da auf dem Rad sitzt, ist jetzt eben auf der Straße und will das auch in zwei Minuten noch – lebend und bei bester Gesundheit – sein. Es kann ganz viele verschiedene Gründe haben, dass der Radweg in diesem Moment nicht genutzt worden ist und es ist absolut nicht die Aufgabe des Autofahrers, darüber zu entscheiden, ob das nun gerade richtig oder falsch ist. Es kann einen Grund haben. Und, eine zu hohe Bordsteinkante, die einem 2000 € Carbon-Laufrad (das ist die Felge) mal schnell ein paar tausend Kilometer Lebensdauer stehlen kann ist genauso ein Grund, wie der Dreck von den Landwirten, der den Radweg zum Mountainbike-Trail werden lässt.
Hier einige der Highlights, die ich erlebt habe in den letzten Jahren:

  • Der Klassiker: Es wird viel zu schnell von hinten herangefahren, sehr lang und ausgiebig gehupt und anschließend ein sehr knappes Überholmanöver durchgezogen.
    Klassich übrigens auch, dass wenn sich diese Situation in einer Stadt abspielt, man das Auto immer an der nächsten Ampel wiedersieht. Der Fahrer ist dann meist höchst konzentriert beim „stöbern“ des Handschuhfachs beschäftigt. Oder er bohrt in der Nase, was man halt so macht an der Ampel.
  • Die Dusche: Das Auto fährt neben mich, böse Blicke durch die Scheibe (gerne auch mehr als nur zwei Augen). Nun wird beschleunigt und gleichzeitig die Scheibenwischanlage betätigt, in der Hoffnung den Radfahrer damit eine Lektion zu erteilen. (Zur Info: Die Scheibe wird nass. Der Radfahrer merkt sehr wenig davon.)
  • Die Ansage: Mag ich mit am liebsten. Der Autofahrer (ich will keine Klischees bedienen aber, sehr häufig: Sportwagen mit dem Typ Mann, der echte Herausforderungen liebt oder, gepanzerte Familien SUV`s mit (sorry) leicht übergewichtigem Fahrer(in)). Hier fährt das Auto neben mich, Scheibe runter und dann kommen die wildesten Kommentare, die wohl (es ist schwer zu verstehen, wie gesagt, wir fahren ca. 40km/h) darauf hindeuten, dass dort ein Radweg sei.
  • Der, der es wirklich ernst meint: Ist mir erst ein Mal passiert, muss ich zugeben, bleibt aber im Kopf. Eine Mischung aus allen drei Varianten von oben aber dann der Gipfel: Er wartet. Nicht an einer Ampel, sondern bei der nächsten Gelegenheit, um mich zur Rede zu stellen (oder was auch immer).
    Ich habe es ehrlich gesagt nicht erfahren, da ein Radfahrer schneller ist als der, der dann an der Straße steht und wartet.
    Lustig, wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke.

Die meisten Rennradfahrer fahren auch ein Auto. Und die meisten Autofahrer kennen höchstwahrscheinlich jemanden (der jemanden kennt), der Rennrad fährt.
Was ich sagen will: Es kann ja nicht so schwer sein, dass es funktioniert. Zwei Meter schön und gut; Ich finde, der gesunde Menschenverstand untersagt es, den Sportler da vorne quasi umzubringen. Es ist wahrscheinlich kein Weltuntergang, wenn man kurz warten muss, eh man den Radfahrer überholt. Und ja, ein Rennradfahrer wird Radwege nutzen, wenn er für den Zweck der Tour und das Rad auf dem er sitzt, nutzbar erscheint. Es ist kein böser Wille. Wir wollen keine Autos aufhalten, Autofahrer verärgern oder ähnliches.
Da war / ist übrigens während der ganzen Corona-Krise eine richtig „gute“ Abwechslung. Gerade Sonntags gibt es dieses ganze Problem mehr oder weniger überhaupt nicht.


Harte Intervalle lieber indoor auf der Rolle
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Ironman 70.3 im August, September und Oktober. Ironman Ende September?

Der Ironman Kennkalender füllt sich langsam aber sicher. Es deutet vieles darauf hin, das sehr viele Rennen in die letzten Monaten des Jahres gedrückt werden.
Ich habe mittlerweile ein relativ gutes Gefühl, was den Ironman 70.3 auf Mallorca Ende Oktober angeht. Bis dahin wird es wohl wieder laufen, oder?!
Anfang August steht ein 70.3 Wettkampf in Gdynia, Polen – wie sicher das wohl ist? Alleine die Anreise und Rückkehr nach Deutschland sehe ich momentan als schwierig an.
Ich habe einen groben Plan skizziert, der heißen könnte: Anfang September IM 70.3 in Finnland und anschließend Ende September die volle Distanz beim Ironman Portugal, gefolgt von Mallorca und – sollte es die Regeneration zulassen – Luxemburg Mitte Oktober.
Noch ist es mir allerdings zu früh zum wirklichen planen oder buchen – schon zu viel Geld ist dieses Jahr für Unterkünfte und ähnliches in den Wind gegangen.
Dennoch: Es deutet sich an, dass ein wenig Normalität zurückkommt. Ich bin sehr gespannt, wie die Entwicklungen weitergehen und hoffe, dass der September der Monat werden könnte.
Auf jeden Fall gibt diese Situation wieder Grund zur Motivation, sollte sie mal abhanden gekommen sein in letzter Zeit (sehr selten!).

Ich bin optimistisch, dass der Mai, ähnlich wie der April ein richtig guter Trainingsmonat wird, ich weiter gezielt an gewissen Dingen arbeiten kann und es vielleicht bald etwas konkretes gibt und es doch noch ein Wettkampf-Jahr werden wird.

Bis dahin, bleibt gesund und sportlich!
David.

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