Flexibilität in Renn- und Trainingsplanung

Rennplanung über Bord

Heute war es soweit: Ironman (wie auch der Rennveranstalter Challenge) gaben weitere Rennabsagen und Verschiebungen für die nächsten Wochen und Monate bekannt. Auch der Ironman 70.3 Mallorca war – wie zu erwarten – mit dabei.
Ich habe die letzten Tage mit nichts anderen gerechnet und doch war die Bestätigung dann besser, als nicht zu wissen, was passieren würde.
Was meine Saison angeht, so wäre aktuell der Ironman 70.3 Luxemburg mein erstes Rennen im Juni, gefolgt vom Ironman Kopenhagen im August.
Bei beiden Rennen sehe ich es alles andere als wahrscheinlich, dass sie stattfinden, wenn auch bis zum August noch viel Zeit scheint.
Alleine die Tatsache, dass heute auch die Challenge Roth (Juli) abgesagt worden ist, macht mich, was Luxemburg angeht nicht wirklich optimistisch.
Gleichzeitig ist mir absolut klar, dass es wichtigeres gibt, als irgendwelche Rennen zu veranstalten.
Dennoch: Ein halbes oder sogar ganzes Jahr kann für viele Profi-Triathleten bedeuten, dass geplante Einnahmen ausfallen und – wie auch in der „normalen Gesellschaft“ Existenzgrundlagen zerbrechen.


Eine Stunde Laufen nach über 5 Stunden auf dem Fahrrad.


Grundlage: Eigenmotivation

Was mich persönlich angeht, so sehe ich alles noch relativ entspannt. Das gute ist, wenn man mit sehr wenigen Einnahmen rechnet, können am Ende auch nur sehr, sehr wenige Einnahmen fehlen.
Dennoch war ich vor ein paar Wochen natürlich voller Vorfreue auf den 9. Mai und das Rennen auf Mallorca. Die Vorbereitung lief bis vor kurzem ja noch absolut reibungslos….
Thema Vorbereitung: Natürlich geht es weiter! Ich werde aktuell oft gefragt, ob ich denn noch motiviert sei. Natürlich! Motivation kommt nicht von Rennen oder sonst welchen externen Faktoren. Sie sollte im besten Fall von einem selbst kommen!
Ich gebe zu, ich hatte einen Tag, wo ich kurzzeitig dachte „wenn jetzt eh alles an die Wand fährt, warum dann eigentlich trainieren?“. Zum Glück war der Gedanke sehr, sehr schnell aus dem Kopf und ich erinnerte mich, warum ich das ganze mache und das es eben nicht (nur) der Tag X ist, wofür ich täglich trainiere, sondern auch der Spaß am Sport, die Einstellung dazu und die Tatsache, dass es das Ziel sein muss, jeden Tag ein Stückchen besser zu werden.


Zu schön für den Keller. Wetter und Fahrrad.


Trainingsalltag ein wenig anders

Vor zwei Wochen saß ich im Auto, hörte die Pressekonferenz von Markus Söder und dachte mir „okay, das wird das letzte Schwimmen heute“.
Nicht ganz richtig. „Mein“ Schwimmbad hatte schon zu.
So aufwändig der Weg ins Hallenbad manchmal ist, so nervig überfüllte Bahnen und so groß die Überwindung, überhaupt erstmal ins kalte Wasser zu springen: Es fehlt. Nicht zuletzt, da es neben dem eigentlichen Trainingseffekt eben auch die perfekte Ausgleichssportart zum Laufen und Radfahren ist.
Aber auch hier, der Versuch das ganze positiv zu sehen gelingt mir bis dato ganz gut: Weniger Schwimmen, das heißt weniger Zeit im Auto, das bedeutet deutlich mehr Zeit für Laufen, Radfahren und Krafttraining.
Gerade bei letzterem bleibt – insbesondere auch wegen dem Schwimmen – die Intensität und das Volumen oft ein wenig auf der Strecke.
Die Schwimmbewegung an sich versuche ich mit Widerstandsbändern zu simulieren, um nicht zu viel zu verlieren.
Beim Laufen und besonders beim Radfahren habe ich noch einmal einen guten Schritt gemacht in den letzten zwei Wochen. Das Wetter war gut für die langen Fahrten draußen und indoor waren kürzere, dafür härtere Einheiten an der Reihe.
An sich wäre die Form für Mai wahrscheinlich schon ganz gut gewesen…


Anscheinend ist es ja warm genug zum Schwimmen. So ganz ohne Neoprenanzug.


Juni, August – völlig egal

Letztendlich aber, wie schon gesagt, ist es momentan zweitrangig, ob und wann die nächsten Rennen stattfinden. Es gibt wichtigeres und ich kann mir gut vorstellen, dass es bis Ende des Jahres gar keine Wettkämpfe dieser Art mehr geben wird. Zu viele Leute aus zu vielen Regionen der Welt kommen zusammen. Das Risiko wahrscheinlich zu groß.
Dennoch: So wie ich bisher den 9.Mai fest im Auge hatte, so ist es eben nun der 14. Juni. Und wenn der es nicht mehr ist, dann wird es ein nächstes Datum geben. Zur Not mit 21, statt mit 20.

Bis demänchst!
Gesund und sportlich bleiben,
David.


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