Blog`s A Beach (1)


Palmen, Abendsonne, angenehme Temperaturen und wenig los. Ideale Bedingungen für die nächsten drei Wochen.


Da bin ich mal wieder! Habe relativ lange nichts groß von mir hören lassen, da es die Zeit und Ruhe dafür einfach in den letzten Wochen nicht gab.

Über den Jahreswechsel hatten wir unseren Umzug geplant und soweit vorbereitet. Anfang Januar – nach überstandener Erkältung – stand dann endlich auch eine richtig gute Trainingswoche an, mit viel Volumen und vielen langen Einheiten für gute Grundlagenausdauer.

Ich vergleiche aktuell sehr oft meine Trainingswerte vom letzten Jahr mit den aktuellen. Die Trainingsdauer vom gesamten Januar 2019 hatte ich nach 13 Tagen im neuen Jahr (davon waren drei Tage Totalausfall) getoppt.

Und das Ganze obwohl ich mich letztes Jahr mit (damaliger) großer Ernsthaftigkeit auf den Ironman 70.3 Bangsaen, Thailand vorbereitet hatte und gefühlt gut im Training war.
Eben doch ein riesen Unterschied, wenn der Sport die Hauptaufgabe und nicht mehr nur das Hobby ist….
Der Januar 2020 ist heute bereits mein bester Trainingsmonat ever, sowohl vom Volumen, als auch vom TSS (Training Stress Score) und Spitzenwerten. Sei es die Pace beim Laufen, die Wattwerte beim Radfahren oder die Pace beim Schwimmen – alles geht stetig (wenn auch mir als ungeduldige Person nicht schnell genug) nach oben!
Besonders positiv dabei: Mein Körper spielt gut mit und zeigt keine Verletzungen oder Zeichen von Übertraining.

Der Umzug rund um den 18. Januar hat dann aber doch deutlich mehr Körner gekostet als vorher erhofft. Kisten packen und Möbel tragen ist anstrengend – Gut trainiert hin oder her.
Was ich aber am meisten bemerkt hatte war, dass der Kopf ab einem Punkt nicht mehr wirklich in der Lage war, Topleistungen im Training abzurufen. Zu viel war zu tun, zu viel war in den Gedanken was erledigt werden musste.
Dabei muss ich an der Stelle sagen, dass meine Freundin Annalena mich vor, während und nach dem Umzug perfekt unterstützt hat, das Haus eigentlich im Alleingang eingerichtet  und mich auch mal 2 Stunden zum Laufen geschickt hat, während sie die Farbrolle in der Hand hatte.
Überhaupt; Alle Helferinnen und Helfer, die in irgendeiner Form bei uns mit angepackt hatten, haben extrem geholfen!

Dennoch: wieder einmal habe ich gemerkt, dass extrem viel im Kopf entschieden wird und sich die Stimmung hier auch sehr schlagartig ändern kann.
Am Donnerstag noch die besten Intervalle, die ich bis dato gelaufen bin –  viel unter 3.30 – am Freitag die eigentlich entspannte 4 Stunden Fahrt auf dem Wahoo Trainer mental nicht geschafft.
Auch kam einfach die Regeneration in den Tagen zu kurz. Schnell mal eine Schranktür halten oder ein Regal die Treppen hoch tragen ist einfach was anderes, als sich mal eine halbe Stunde auszuruhen und Körper und Kopf zu erholen.
Dazu kommt dann noch, dass man über 4500kcal nicht mal eben (gesund und nährstoffhaltig) nebenbei isst. Ich habe das relativ schnell auf der Waage gesehen und dann eben auch die Quittung auf dem Rad erhalten.

Umso überraschter war ich übrigens, dass mein Leistungstest von Dynostics mit Stefan Brammen mitten unter der Woche doch noch eher positiv ausgefallen ist und die VO2max gar nicht sooo schlecht war 😉


VO2max und Watt-Schwellenwert-Test.
Genial einfach, genau und flexibel mit Dynostics.
(Quelle: Stefan Brammen)


Ich hab mir dann am Samstag einen sehr ruhigen Tag genehmigt, der allerdings auch vom Koffer packen und nicht vom Ausruhen geprägt war. Wer schon einmal für 3 Wochen Trainingslager mit Fahrrad gepackt hat, weiß wovon ich spreche….

Aber genug gejammert!

Letztendlich hat der Umzug ja sehr viel Gutes und, besser es ist jetzt passiert, als Mitten in der Saison! Wir freuen uns, ein Haus gefunden zu haben und es fühlt sich schon recht gut nach zu Hause an.
Mein „Pain Cave“ war schnell bezugsfertig und wird mir speziell im Winter die Möglichkeit geben, noch effizienter zu trainieren, wenn es die Bedingungen draußen schwierig machen.

Jetzt bin ich aber gerade einfach nur froh, im Apartment zu sitzen und zu wissen, dass die nächsten drei Wochen sich um viel Training, aber eben um nicht viel anderes drehen werden. Den Fokus wieder auf das richten, was ich mir vorgenommen habe.
Ein bisschen unfair vielleicht, Umzugskisten und die kalte Luft mit Sonne und Meer zu tauschen, aber der Termin (für den Flug) war schon lange fix.

Insofern hieß es für mich heute noch einmal: Auspacken und einräumen – quasi ein Umzug im Schnelldurchlauf! Aber der kurze, entspannte Lauf in der Abendsonne von Port de Pollenca haben definitiv schon Lust auf mehr gemacht!


Kleiner Lauf am Abend um den Körper wieder in Schwung zu bringen.


Ich freue mich, wenn ich morgen um 7 Uhr im Schwimmbad meine Bahnen ziehe (ca. 3km), dann eine erste lockere Radeinheit abspulen kann und abschließend noch 2 Stunden laufen werde.

Danach und dazwischen heißt es: Viel essen, viel schlafen, viel dehnen und gut erholen.
Und dann wieder so ähnlich von vorne…


Bis die Tage von der Insel.

Sportliche Grüße,
David.

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