Saisonplanung 2020


Auf der Suche nach dem passenden Wettkampf


Jeder Triathlet – unabhängig ob Age-Grouper oder Profi – steht im vierten Quartal des Jahres vor der selben Frage: Welche Wettkämpfe sollen es im nächsten Jahr sein?

Bei prall gefüllten Rennkalendern der beiden großen Veranstalter Ironman und Challenge, sowie bei den vielen regionalen Triathlon-Wettkämpfen und Volksläufen, fällt die Wahl hier nicht immer leicht.

Aber es ist auch wichtig, rechtzeitig zu buchen, da die (logistisch) guten Unterkünfte zu den jeweiligen Rennen sich schnell rarmachen. Zum anderen geht es darum, die grobe Trainingsplanung mit den Rennen in Einklang zu bringen.

Dinge wie lange geplante Familienfeiern oder der Freundeskreis (bei sehr vielen Leuten natürlich auch der Job) haben zwar hier keinen unmittelbaren Einfluss, dennoch fließen sie in die Planung mit ein, da es ja auch ein Leben außerhalb des Sports gibt.

Ich habe mich bereits im Spätsommer für zwei Trainingslager im Frühjahr 2020 festgelegt.
Die Unterkünfte und Flüge für die ersten drei großen Rennen der Saison habe ich Mitte November fix gemacht. Klar, es bleibt ein Restrisiko im Falle einer Verletzung oder einer Krankheit, aber dennoch habe ich diese organisatorischen Punkte gerne abgehakt und die großen Posten vorab gezahlt denn, was nicht da ist, kann nicht ausgegeben werden!


Trainingslager Mallorca:
Ende Januar bis Anfang Februar werde ich für 3 Wochen auf Mallorca sein, um hier viel Grundlagenausdauer zu trainieren. Die Temperaturen werden zwar nicht sommerlich, aber voraussichtlich um die 15-20° sein, was mir zum Rennradfahren oder zum Laufen völlig ausreicht.
Hinzu kommt, dass in Alcudia, dem Ort in welchem ich mich befinden werde, auch der Ironman 70.3 im Mai stattfinden wird – mein erster Triathlon in 2020!
Demzufolge werde ich auch gleich hier mit meinem Zeitfahrrad anreisen, um die Strecke für den Wettkampf dann quasi im Blindflug zu beherrschen!

Trainingslager Nizza:
Nizza ist für mich aus mehreren Gründen ein interessanter und passender Ort für gutes Radtraining: Zum einen, gibt es in der Umgebung dort jede Menge gute Radfahrer, bei denen man schnell Anschluss finden kann (wenn man will), zum anderen kann man in drei Wochen extrem viele Höhenmeter machen.
Ich habe letzte Saison gemerkt, wie schlecht ich am Berg geworden bin, da ich zu wenig Wert auf lange Klettereinheiten gelegt habe. Einen Fehler, den ich nicht wiederholen möchte.
Dazu kommt, dass in der Zeit von Mitte März bis Ende April die Cote D’Azur schon „schwimmbar“ sein sollte und dementsprechend perfekt als Vorbereitung für meine folgenden Wettkämpfe ist.
Auch die Laufschuhe werden hier wieder viel Auslauf bekommen – sei es am Berg, oder einfach nur an der Promenade entlang.

09. Mai 2020 Ironman 70.3 Mallorca
Ich bin jetzt schon leicht nervös, aber auch voller Vorfreude, wenn ich an den Wettkampf denke! Der erste Profiwettkampf für mich wird sicher extrem hart und sehr lehrreich.
Dennoch hoffe ich, besonders mit den vorhandenen Streckenkenntnissen aus dem Frühjahr, hier eine gute Zeit und ein anständiges Ergebnis holen zu können.


Anspannung und Chaos. Die typische „eine Stunde“ vor dem Rennen.


14. Juni 2020 Ironman 70.3 Luxemburg
Luxemburg stand für mich sehr früh fest. Hintergrund ist, dass hier eigentlich alles begann: Hier startete ich 2018 und dieser Wettkampf hat mich sehr weitergebracht. Damals war alles neu und ich war überwältigt von der Masse an Sportlern und von der Organisation, die für so ein Rennen notwendig ist.
Was mir auch im Kopf geblieben ist, ist die Tatsache, dass mir die Radstrecke ganz gut lag, das Schwimmen im Kanal ohne große Hürden ist und der Lauf am Ende extrem anspruchslos war.
Kurz gesagt: Bereits vorhandene Streckenkenntnisse bedeuten erst später vor Ort sein zu müssen, bedeutet noch einen oder zwei Tage mehr gutes Training, normale Abläufe und: das eigene Bett.
Auch die eher kurze und per Auto oder Zug machbare Anfahrt sind hier ein absolutes Argument gewesen.

16. August 2020 Ironman Kopenhagen
Endlich ohne die „70.3“. Heißt also: Mein erster Langdistanz-Ironman. Wird sicherlich noch eine kleine Wundertüte, aber ich freu mich total darauf! Die Bilder, die ich gesehen habe und die Streckenpläne machen definitiv Lust auf den Wettkampf.
Mir war es wichtig, bei meiner ersten Langdistanz ein Rennen zu wählen, bei dem zum einen keine (signifikante) Zeitverschiebung, zum anderen keine extremen Hitzetemperaturen vorherrschen.
Dazu kommt, dass Kopenhagen vom Zeitpunkt her perfekt in den Plan passt und noch genug Spielraum lässt, die Planung für den Rest den Jahres im Detail anzugehen.
Hier wird auch meine erste Saisonhälfte enden und ein kleines erstes Fazit folgen.
Wir werden nach dem Wettkampf noch ein paar Tage in Kopenhagen bleiben und einen kleinen Kurzurlaub daraus machen.


Urlaub und Wettkampf verbinden: Ironman 70.3 Bangsaen, Thailand


Nach dem Ironman Kopenhagen werde ich dann entscheiden, wie es weitergeht. Aktuell ist der Ironman Barcelona als spätes Saisonhighlight geplant, aber ich möchte mir hier noch ein wenig Zeit lassen. Vielleicht werden es dann auch zwei 70.3, anstelle der zweiten Langdistanz. Mal sehen!

Sicher ist auch der ein oder andere 10km Lauf oder Halbmarathon zum Formtest angedacht. Jedoch werde ich solche Sachen eher kurzfristig entscheiden.
Hier hat sich bewiesen, dass eine gute Trainingswoche viel mehr bringt, als ein Lauf unter Wettkampfbedingungen. Aber manchmal ist es gut zu wissen, wo man steht. Und außerdem; Spaß machen soll es ja auch!

Ich halte Euch auf dem Laufenden – entweder hier oder natürlich auf Instagram!

Bis bald und sportliche Grüße,

David.

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